Achtsamkeit als Weg zu Dir selbst

Jeden Tag aufs Neue erschaffen wir unsere Gedanken. Oft passiert dies unterbewusst, ohne dass wir Notiz davon nehmen. Plötzlich sind sie einfach da, die Gedanken in unserem Kopf. Und das was wir denken halten wir für richtig.

Eigentlich ist das ja ganz nett. Spart zumindest schon mal Energie, wenn wir das alles so automatisch machen. Allerdings ist das nicht immer ganz so sinnvoll, dass sich ganz automatisch Gedanken in unserem Kopf festsetzen.

mind full oder mindful?

Oft schweifen wir mit unseren Gedanken in die Vergangenheit zurück und grübeln über die Dinge die wir sowieso nicht mehr ändern können. Sätze wie: „Hätte ich…“, kennst Du sicher, oder? Ja, ich auch und zwar zu genüge. Und diese Gedanken schaden uns eher, als dass sie uns nützen.

Zukunftsgedanken

Dann wiederum gibt es Situationen in denen wir mit unseren Gedanken bereits in der Zukunft sind und genauestens planen und organisieren, obwohl wir letztlich überhaupt nicht vorhersehen bzw. bestimmen können wie unsere Zukunft aussieht.

Ist das nicht verrrückt, dass wir die meiste Zeit mit unseren Gedanken in der Vergangenheit oder der Zukunft festhängen, obwohl wir in beiden Fällen nichts mehr bzw. noch nichts daran ändern können?

Und das Hier und Jetzt zieht wie ein Film an uns vorbei und genau in dem Moment wo wir mit unseren Gedanken etwas beeinflussen oder ändern können sind wir gedanklich abwesend und nehmen die akuelle Situation überhaupt nicht war.

Mir geht es oft so, dass ich das Gefühl habe die Zeit und das Leben rauscht an mir vorbei wie ein Zug. Wir können die Energie und die Emotionen aus der Gegenwart überhaupt nicht mehr wahrnehmen, da wir gedanklich noch einen Schritt zurück hängen oder bereits einen Schritt voraus sind, obwohl es eigentlich nur Sinn macht mit den Gedanken hier zu sein.

Geht es Dir auch manchmals so? Dann habe ich eine Lösung für Dich:

Die Achtsamkeit

Die Achtsamkeit ist eine besondere Art der Aufmerksamkeit. In diesem Bewusstseinszustand beobachtest Du Deine innere (Gedanken, Gefühle, Körper) und äußere Welt einfach nur ohne zu bewerten. Du registrierst das was aufkommt und lässt zu, dass es da ist.

Du wendest Deinen Blick nach innen und kommst voll und ganz im Hier und Jetzt an. Es darf alles da sein, Du kannst es ganz genau betrachten.


Achtsamkeitsmeditation 5 – 10 Minuten:
  1. Setzte Dich in einen bequemen und aufrechten Sitz, richte Deine Wirbelsäule und Deinen Kopf auf, so als würde Dich jemand an einem unsichtbaren Band nach oben ziehen, lege Deine Hände mit den Handflächen nach oben

  2. Spüre in Deinen Sitz hinein: wo liegen Deine Beine und Füße auf? Wo liegen Deine Hände auf?

  3. Wie fühlt sich der Untergrund an?

  4. Nimm Deinen Körper wahr, vielleicht spürst Du irgendwo ein Kribbeln oder Wärme

  5. Konzentriere Dich nun ganz bewusst auf die Ein- und dann auf die Ausatmung, wie fühlt es sich an?

  6. Kannst Du den Atemzug wahrnehmen? Kannst du die Bewegung durch die Atmung wahrnehmen?

  7. Fokussiere Dich immer wieder ganz bewusst auf die Ein- und Ausatmung

  8. Beginne nun wieder tiefer ein- und auszuatmen

  9. Bereite Dich darauf vor die Meditation nun zu beenden. Atme tiefer ein und aus, um wieder in den Raum zurück zu kommen. Öffne langsam Deine Augen und komme zurück. Bedanke Dich bei Deinem Körper und bei Deinem Geist für diese kurze Meditation.

Hier kannst Du Dir die Achtsamkeitsmeditation anhören:img_1827

 


Durch eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis schaffst Du es Deinen Geist zu beruhigen und Dein Gedankenkarussel zu kontrollieren. Du bekommst ein besseres Gefühl für Deine innere und äußere Welt und lernst besser mit stressigen Situationen umzugehen. Dadurch hängst Du gedanklich weniger in der Vergangenheit oder der Zukunft fest, sondern fokussierst Dich auf die Gegenwart.

In Bezug auf meine Panikattacken hat mir die tägliche Achtsamkeitsübung unheimlich geholfen. Ich bin wesentlich ruhiger geworden und ich kann mich besser fokussieren und konzentrieren. Es fällt mir wesentlich leichter in der Gegenwart zu sein und die Dinge so anzunehmen wie sie sind, ohne gleich bewerten zu wollen.

Aus meinem Alltag ist die Achtsamkeitspraxis nicht mehr wegzudenken und ich freue mich, wenn ich sie auch Dir näher bringen kann und Du somit einen Mehrwert daraus ziehen kannst. Denn was gibt es Schöneres als sein Leben auf positive Weise zu verändern und noch mehr Lebensqualität zu schaffen.

textende_shinebright

1 Kommentare

  1. Hallo Franzi,

    du hast recht, Achtsamkeit ist ein ganz wichtiges und starkes Tool. Ich kenne es nur zu gut mit den Gedanken überall zu sein nur nicht im Hier und Jetzt. Meditation in der reinsten Form, also so, wie du sie beschreibst, ist dafür wirklich ein richtig gutes Instrument.

    Für mich bedeutet Achtsamkeit aber auch außerhalb der Meditation bewusst da zu sein. Die Dinge um mich herum wahrzunehmen. Vielleicht mal den Regentropfen, der gerade auf meiner Stirn landet, wirklich zu spüren. Die Vögel, die den kommenden Frühling ankündigen zu hören. Wirklich zu hören und nicht nur irgendwie mitzubekommen das sie zwitschern.

    Daher denke ich, Achtsamkeit können wir auch außerhalb der Meditation praktizieren, nur müssen wir uns dafür bewusst entscheiden und Dinge, wie zum Beispiel das Wahrnehmen des Untergrunds auf dem ich sitze, aktiv tun. Achtsamkeit kann verdammt viel Spaß machen 🙂

    LG Angela

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