Mein Capsule Wardrobe Experiment


Mitte Juni bin ich auf Instagram zufällig, über Katharina von modernslow, auf die Capsule Wardrobe Challenge von Sunray (theorganizedcardigan.de) und Micha gestoßen. Ich muss gestehen, dass mich dieses Thema schon einige Zeit reizt, da ich tatsächlich einfach viel zu viel im Kleiderschrank habe. Vor allem habe ich von diesen bestimmten Kleidungsstücken zu viel, die man vermeintlich über alles liebt und doch nie trägt. Und das sind in meinem Fall erstaunlich viele…

Also habe ich ganz spontan und ohne lange darüber nachzudenken eingeschlagen, um an der #juni15x30 Challenge teilzunehmen. Es war übrigens auch sehr sinnvoll, dass ich nicht wirklich ausführlich darüber nachgedacht hatte, denn am ersten Tag der Challenge (meine Entscheidung zur Teilnahme viel nur einen Tag vor Start) habe ich mich für ein Familienwochenende auf den Weg nach Salzburg gemacht und hatte somit minimalst Zeit die Kleidungsstücke auszusuchen.

Was ist nun die #juni15x30 Challenge und worum geht es dabei?

Es geht einfach darum herauszufinden wie viel zu wenig ist und wie wenig eventuell tatsächlich noch zu viel. Also die optimale Anzahl an Kleidungsstücken zu finden, ohne im Überfluss zu leben und doch genug im Kleiderschrank zu haben.

15 Kleidungsstücke für 30 Tage also. Puh, das ist verdammt wenig, war mein erster Gedanke. Nachdem ich die Kleidungsstücke rausgelegt hatte, Schuhe zählen im übrigen ebenfalls dazu, habe ich es vor Augen gesehen wie verdammt wenig das ist. Und vor allem die wenigen Schuhe haben bei mir eine leichte Nervosität ausgelöst.

Meine 15 Kleidungsstücke

 

3 Kleider  |  5 Oberteile  |  1 Hose  |  2 Röcke  |  2 paar Schuhe  |  1 Cardigan  |???

Ein Kleidungsstück hatte ich mir noch offen gelassen, da ich mir nicht sicher war was es werden sollte. Letztlich habe ich das weiße Oberteil ganz rechts gegen ein anderes Oberteil ausgetauscht, den Cardigan gegen einen beigen Cardigan ausgetauscht und noch ein Kleid hinzugenommen.

 

 

 

 

 

 

Und das hier sind die Regeln nachdem die 15 Kleidungsstücke ausgewählt wurden:

  • gezählt werden alle Kleidungsstücke, die man im Alltag trägt: Schuhe, Hosen, Röcke, Kleider, Jacken / Mäntel, Oberteile, Schals / Tücher
  • Sportsachen, Unterwäsche, Schlafanzug zählen natürlich nicht dazu
  • ebenfalls fällt Kleidung für spezielle Events wie z.B eine Hochzeit raus
  • Schmuck und Taschen zählen auch nicht dazu
  • es gibt die Möglichkeit 2 Sachen während der Challenge zu tauschen, wenn es uns unmöglich erscheint, dass wir diese Sachen tragen werden
  • und es gab einen Tag, an dem wir aus unserem Kleiderschrank tragen können wonach uns gerade ist

Am Anfang erschienen mir die Regeln als unheimlich schwer erfüllbar, doch schon nach den ersten paar Tagen merkte ich, dass es nicht unmöglich ist. Da ich ja eh in Salzburg war und somit nur eine eingeschränkte Garderobe dabei hatte, konnte ich auf keine anderen Stücke ausweichen. Sehr kluge Entscheidung auch nur die ausgewählten Kleidungsstücke mitzunehmen.

Wie bereits oben erwähnt, habe ich von der Tauschregel gebraucht gemacht, da ich nach relativ kurzer Zeit gemerkt habe, dass ich lieber andere Kleidungsstücke dabei hätte.

Und da es gefühlt 1 Woche komplett geregnet hat und relativ kühl wurde, bin ich mit meiner Auswahl der weißen Hose bloß einen Tag ausgekommen und habe mich dann dazu entschieden noch eine andere Hose mit ins Rennen zu nehmen. Da ich allerdings 1 Kleid gar nicht an hatte, kann man es vielleicht als zweiten indirekten Tausch werten.

Mein Fazit

Es war eine sehr interessante und vor allem auch aufschlussreiche Erfahrung. Meine Garderobe ist nun um einige Teile geschrumpft und nach und nach werde ich daran arbeiten, dass weitere Teile verschwinden. Vor allem hat es mir deutlich gezeigt, dass wir mit viel weniger Teilen auskommen als wir denken. Und morgens hat es mir auch einiges an Zeit erspart, da ich keine große Auswahl hatte und ich auf das zurück greifen musste, was nicht gerade in der Wäsche ist.

Und da kommen wir schon zu einem weiteren Punkt: dem Waschen. Ich bin ja tatsächlich gespannt, wie das Faszit der anderen Teilnehmerinnen hierzu ist. Beim Waschen musste ich tatsächlich sehr bedacht vorgehen. Und da es die ersten zwei Wochen so unheimlich heiß war, war es tatsächlich eine Herausforderung. Es hat sich deutlich bemerkbar gemacht, dass ich immer wieder zu den gleichen Kleidungsstücken gegriffen habe, wie 3 der Kleider, da diese angenehm luftig sind und schnell trocknen.

Interessant ist auch, dass ich zwei der Kleidungsstücke gar nicht an hatte. Da stellt sich mir jetzt natürlich die Frage, ob dies Kleidungsstücke sind, die einfach nicht zu den Temperaturen gepasst haben (erst war es sehr heiß und dann zimlich kühl) oder ob ich sie einfach ungern trage. Dies werde ich in Zukunft genauer unter die Lupe nehmen.

Learnings

Aus der Challenge habe ich für mich mitgenommen, dass ich in Zukunft größeren Wert auf Qualität statt Quantität legen möchte. Mir ist bewusst geworden wie wenig Teile wir wirklich benötigen, um immer passend und stilsicher gekleidet zu sein. Mir ist es wichtiger ein perfektes Kleidungsstück im Schrank zu haben, als 50 nur halb perfekte, die ich ungern anziehe.

Doch bei einer Sache kann und möchte ich mich auch nicht auf das Minimalste beschränken – Schuhe. Ich liebe Schuhe einfach über alles. Das bedeutet zwar nicht, dass ich alle Schuhe in verschiedenen Farben und Formen haben muss, dennoch ist es für mich pure Freude den perfekten Schuh für das entsprechende Outfit auszusuchen. Ich trage sowohl hohe als auch flache Schuhe gerne und möchte da weiterhin die Freiheit besitzen mit Farben und Formen spielen zu können. Allerdings wähle ich meine Schuhe sehr gezielt aus und besonders bei Schuhen achte ich besonders auf Qualität.

Dennoch ist es mein Ziel meinen Kleiderschrank erkennbar ausdünnen, um nur noch wirkliche Lieblingsteile im Schrank zu haben.

Ich bin unheimlich dankbar, dass ich bei dieser Challenge teilgenommen habe und freue mich die neu gewonnen Erkenntnisse in die Tat umzusetzen.

Hast auch Du schon einmal über eine Capsule Wardrobe nachgedacht oder besitzt Du sogar eine?

Alles liebe,

Franzi

 

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