Warum Tagebuch schreiben dich positiv beeinflusst

In meiner Kindheit war es ein festes Ritual für mich Tagebuch zu schreiben. Zwar hatte ich dafür kein festes Zeitfenster, doch griff ich regelmäßig zu Stift und Papier, um meine Gedanken festzuhalten und auch ein Stück weit zu sortieren.

Damals tat ich dies ohne groß darüber nachzudenken. Ich folgte einfach dem Impuls zu schreiben und meine Gedanken konnten fließen.

Entspannung

Es war herrlich entspannend, wenn der Füllfederhalter so über das Papier kratze und sich Seite um Seite füllte. Das Gefühl etwas geschaffen zu haben, meine Worte aufs Papier gebracht zu haben, mochte ich. Durch die beschriebenen Seiten zu blättern und die Schwere der Tinte jedes einzelnen Blattes zu spüren fühlte sich gut an.

Es kümmerte mich nicht groß was ich da schrieb, denn es gab kein gut oder schlecht, richtig oder falsch. Es waren eben meine Gedanken, die festgehalten werden wollten.

in Vergessenheit geraten

Irgendwann hörte ich damit auf Tagebuch zu schreiben und es ist in Vergessenheit geraten. Bis ich Yoga und Meditation vor 8 Jahren für mich entdeckt habe. Da ist mir das Tagebuch schreiben in Form eines Dankbarkeitstagebuchs wieder begegnet. Aus dem regelmäßigen Schreiben meines Dankbarkeitstagebuchs hat sich relativ schnell wieder eine Routine fürs Schreiben entwickelt und diese Routine hat sich mehr als positiv auf meinen Alltag ausgewirkt.

Wirkung des Schreibens

Für mich hat das Tagebuch schreiben eine fast meditative Wirkung. Hierzu trägt natürlich die Tatsache bei, dass ich mir zum Schreiben meist einen ruhigen Platz suche, ich es mir gemütlich mache und sicherstelle, dass ich für einige Zeit ungestört bin. Ich nehme mir also ganz bewusst Zeit für mich und meine Gedanken.

Das Schreiben hilft dabei die Gedanken festzuhalten und zu ordnen. Man hat die Gewissheit, dass man alles schriftlich dokumentiert hat und man sich immer wieder neuen Gedanken widmen kann, ohne dass die vorherigen Gedanken in Vergessenheit geraten. Somit kann man eine Ordnung herstellen und auch die entsprechend aufkommenden Gefühle zu diesen Gedanken wahrnehmen und wirken lassen.

Anworten finden

Vielleicht quält den ein oder anderen bereits über einen längeren Zeitraum ein und dieselbe Frage und es will sich einfach keine Antwort ergeben. Dann ist es auch hier hilfreich seine Gedanken aufzuschreiben.

Sollte bisher noch kein Tagebuch geführt worden sein, ist jetzt ein guter Zeitpunkt damit anzufangen. Die quälende Frage schriftlich festzuhalten, ist ein guter Start, um drum herum alle Gedanken zu sammeln und zu sortieren, um endlich eine Antwort zu finden. Ist es letztlich vielleicht keine Antwort die man findet, bewegt man sich jedoch mit Sicherheit in die richtige Richtung.

Stressabbau

Das Tagebuch schreiben kann man ebenfalls als tolle Achtsamkeitsübung in den Alltag integrieren. Es muss nicht immer ein Ziel dahinter stecken, wie z.B. eine Antwort zu finden, auch der Sache halber kann man es praktizieren und einfach genießen. Um zur Ruhe zu kommen und eine Pause vom gehetzten Alltag zu bekommen.

zu sich selbst finden

Mit jeder Seite die ich in meinem Tagebuch fülle, wird mir bewusster, dass ich immer mehr an mir selbst kennen lerne. Würde ich fast schon behaupten mich kaum gekannt zu haben vor dem Schreiben. Das niederschreiben ermöglicht es Gedanken fertig zu denken und zu reflektieren. Hängt man seinen Gedanken jedoch nur nach, löst ein Gedanke den anderen ab und bevor man den vorherigen Gedanken reflektieren kann, hat man schon längst vergessen was dieser eigentlich war.

Fazit

Das Tagebuch schreiben hat sich für mich als eine wohltuende Übung entwickelt, die mir Antworten liefert und mir hilft mich selbst zu finden. Ich kann einen Moment abschalten und mich in meiner eigenen Gedankenwelt umhertreiben lassen, um dann nach einer Weile völlig entspannt wieder aufzutauchen.

Schreibst auch du Tagebuch? Was hat sich für dich dadurch verändert?

 

 

 

 

 

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