Der Moment in dem ich mich selbst kennenlernte

Oft wird uns im Leben die Frage gestellt: „Wer bist Du?“. Meist antworten wir darauf ganz selbstverständlich mit unserem Namen, unserem Alter, unserer Herkunft und unserem Beruf. Doch das beantwortet in keinster Weise die Frage wer Du wirklich bist, oder?

Hast Du Dir schon mal ganz wirklich die Frage gestellt wer Du bist? Was Dich ausmacht? Warum Du bist wer Du bist? Für was Du stehst? Was Deine Werte sind?

Meist stellen wir uns solche Fragen nach einem einschneidenden Erlebnis in unserem Leben. So war es auch in meinem Fall.

Wie das Leben mich wachrüttelte

An einem grauen Novembertag saß ich morgens in München, auf dem Weg zur Arbeit, in der U-Bahn. Als die U-Bahn, wie so oft, im Tunnel anhielt, passierte es von der einen auf die andere Sekunde. Mein Herz fing an zu rasen, mir wurde übel, heiß und kalt und ich hatte das Gefühl zu ersticken. Völlig überrascht und überfordert mit der Situation versuchte ich irgendwie einen klaren Gedanken zu fassen, denn ich hatte das Gefühl gleich tot umzufallen. Völlig irritiert stieg ich an der Haltestelle aus und stürtze mich in den Arbeitstag als wäre nichts gewesen. Auf die Fragen von den Kollegen, ob alles in Ordnung sei, antwortete ich mit einem Lächeln und wunderte mich, ob man mir den Vorfall aus der U-Bahn etwa ansehen konnte.

Nichts war mehr wie vorher

Den Arbeitstag brachte ich wie gewohnt hinter mich und stieg am Abend, für den Heimweg, wieder in die U-Bahn. Jetzt allerdings mit einem etwas mulmigen Gefühl, ob das wohl wieder passieren wird, wenn die U-Bahn anhält.

In den nächsten Wochen durchlebte ich weitere solcher Momente auch in anderen Siutationen wie z.B. beim Autofahren und da wusste ich, dass ich mich damit auseinander setzten muss. Und relativ schnell erkannte ich, dass es sich hierbei um Panikattacken handelt.

Der Wahrheit ins gesicht schauen

Da ich auf diesem Gebiet völlig unwissend war, fing ich an mich mit dieser Thematik zu beschäftigen. Je mehr ich darüber erfahren hatte, desto bewusster wurde mir, dass ich an meinem Lebensstil unbedingt etwas ändern muss, wenn ich wieder ein normales Leben führen möchte.

Denn normal war zu diesem Zeitpunkt rein gar nichts mehr. Alltägliche Dinge und Situationen stellten für mich eine riesen große Herausforderung dar. Ob Duschen gehen, alleine U-Bahn fahren oder viele Menschen um mich herum. Alles machte mir Angst und verunsicherte mich. Und die Angst vor der Angst entwickelte sich ganz von selbst.

Verzweiflung

Meine Familie war zu diesem Zeitpunkt ca. 400km von mir entfernt und ich hatte am Anfang niemanden, dem ich mich in München öffnen konnte. Mein damaliger Freund und seine Familie konnten am allerwenigsten damit anfangen und so musste ich auch noch versuchen meine Angst zu vertuschen, da ich jedes Mal auf völliges Unverständnis stieß.

Die Situation spitze sich mehr und mehr zu und ich traf die Entscheidung mir Hilfe zu suchen. Da sich das aber alles als nicht so einfach herausstellte und mir sämtliche erschütternden Diagnosen gestellt wurden, entschied ich mich Kontakt zu einer Heilpraktikerin für Psychotherapie aufzunehmen. Und das war die beste Entscheidung die ich treffen konnte und gleichzeitig der Startschuss mich mit Persönlichkeitsentwicklung auseinander zu setzen.

mein neuanfang

Mit ihr zusammen fing meine Reise zu mir selbst an. Und nach und nach entdeckte ich wer ich wirklich bin. Die wichtigste Erkenntnis die ich bei der Arbeit mit ihr bekam war diese, dass das Leben mir diese Aufgabe (Panikattacken) gibt, weil ich bereit dazu bin und die Kraft habe mich daraus zu entwickeln. War ich am Anfang gefühlt zwar überhaupt nicht bereit darfür, sitze ich nun mit Tränen in den Augen hier und tippe diesen Text und denke: ja verdammt, ich war bereit für diese Aufgabe und ich war bereit mich zu entdecken und mich zu der Person zu entwicklen die ich heute bin. Und ich bin unendlich dankbar für diese Lektion.

Akzeptanz

Und diese Lektion war wirklich nicht einfach und sie wird mich vor allem mein ganzes Leben lang begleiten. Doch seit dem ich die Angst als Teil von mir akzeptiere und auch offen darüber spreche, ist sie plötzlich nicht mehr so präsent. Sie ist ein Teil von mir, über den ich die Kontrolle habe und nicht umgekehrt.

Natürlich gibt es noch immer Situationen, in denen die Angst vor der Angst durchkommt und in denen ganz leichte Symptome auftreten, doch mit der Zeit habe ich gelernt damit umzugehen und vor allem habe ich mich und meinen Körper kennen gelernt und weiß darauf zu reagieren.

Das größte Geschenk ist, dass ich mich selbst akzeptieren kann so wie ich bin. Ich bin es wert geliebt und respektiert zu werden, egal wie ich aussehe oder was ich tue. Lange Zeit habe ich das mit einer bestimmten Verhaltensweise oder einem bestimmten Sein verknüpft. Heute weiß ich, ich darf sein wer ich bin.

Umstellung des Lebensstils

Das Analysieren meines Lebensstils war natürlich auch eine wichtige Komponente.

Zum Beispiel trinke ich nur noch ganz ganz selten Kaffee, weil ich weiß, dass das Koffeein, zumindest in meinem Fall, Panikattacken fördert. Ebenfalls achte ich darauf weniger Zucker zu mir zu nehmen und generell einen hohen Anteil an Obst und Gemüse zu essen.

Ebenfalls essentiell ist es auf meinen Körper zu hören. Brauche ich eine Pause, ist um mich herum gerade zu viel Trubel oder zu viel negative Energie? Ich gönne mir jeden Tag meine Ruhephase, ob im Büro oder zu Hause.

In der Anfangszeit habe ich eine Morgenroutine für mich entwickelt, die mir dabei geholfen hat entspannt in den Tag zu starten. Mitlerweile führe ich nur noch einzelne Handlungen daraus durch und kann dennoch völlig entspannt in den Tag starten.

Regelmäßiges Meditieren gehört ebenfalls zu meiner Routine und das Aufschreiben meiner Gedanken hilft mir unheimlich diese zu strukturieren.

Wer bin ich nun?

Anfangs konnte ich den Sinn der Panikattacken nicht erkennen. Immer wieder stellte ich mir die Frage, was ich im Leben verbrochen hatte, dass ich Panikattacken bekommen habe. Heute verstehe ich, dass es ein Abschnitt auf meinem Weg war und ich viel Erfahrung sammeln durfte. Heute verstehe ich, dass dieser Abschnitt mich geprägt hat und die Person aus mir gemacht hat die ich heute bin. Dieser Abschnitt hat mir mein Warum immer klarer vor Augen geführt.

Es war Zeit für mich aufzuwachen und mich vom Außen zu lösen, um mich meinem Innern zu zuwenden und herauszufinden wer ich bin und was ich zu geben habe.

Ich bin unendlich dankbar, endlich die Person sein zu dürfen die ich tief in meinem Inneren schon immer war, die aber nie an die Oberfläche kommen konnte, weil sie immer klein gehalten wurde. Durch negative Glaubenssätze, Fremdbestimmung, Selbstzweifel und Mangel an Selbstvertrauen.

Komm in deine Kraft

Es ist nun an der Zeit in meine ganze Kraft zu kommen und mein volles Potential zu entfalten, um mein strahlendes Ich zu leben und meine Erkenntnisse und Erfahrungen an alle Frauen da draußen weiterzugeben, die spüren, dass tief in ihnen so viel mehr Potential steckt als sie bisher leben.

Mein Geschenk an die welt

Es ist mein Wunsch, dass jede Frau selbstbewusst und selbstbestimmt durch die Welt schreiten kann und ihr Strahlen für sich entdeckt und dieses lebt. Und sich ebenfalls im Klaren darüber ist, dass sie die Kraft und die Macht hat sich ihre Realität selbst zu erschaffen.

Es ist Zeit loszugehen und den Mut zu haben die Person zu sein die Du sein möchtest und die Du bist. Es ist Zeit für ein glückliches und erfülltes Leben. Es ist Zeit für dein strahlendes Ich.

Es ist Deine Zeit. Jetzt.

Ich freue mich darauf, Dich auf Deinem Weg zu Deinem strahlenden Ich begleiten zu dürfen.

Social Media

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.